Ausbildungen für Kleinkinder

In vielen privaten Institutionen werden heute schon Ausbildungen für Kleinkinder angeboten. Dort sollen diese, oft auf spielerische Art und Weise, Fähigkeiten wie Fremdsprachen oder auch Mathematik erlernen. Wie genau dies geschieht ist von Institution zu Institution sehr unterschiedlich. Manche erzielen damit gute Erfolge, während andere Kurse aber eher schädlich für die Entwicklung der Kinder sind.

Manchmal mehr Schaden als Nutzen
Ausbildungen für Kleinkindern werden von ehrgeizigen Eltern oft mit den besten Absichten für Ihre Kinder gewählt. Sie möchten, dass ihr Kind gegenüber anderen Kindern, einen Vorsprung hat und deshalb bessere schulische Leistung zeigt und in der Folge dessen bessere Aussichten auf eine erfolgreiche Kariere hat.

In manchen Fällen mag dies auch gelingen, in anderen wird jedoch genau das Gegenteil erreicht. Den oft werden die kleinen Kinder in diesen Kursen gnadenlos überfordert. Viele sind zu diesem Zeitpunkt mit der Entwicklung noch nicht so weit, dass sie aus einem Kurs Profit schlagen könnten. Im Gegenteil sind sie oft überfordert, was sich wiederum sehr schlecht auf die Entwicklung eines Kindes auswirken.

Wird ein Kind nämlich für eine längere Zeit gestresst, und eine solche Überforderung kann ein großer Stress für ein kleines Kind darstellen, dann kann es zu Angstzuständen kommen. Diese Angstzustände können dann im weiteren Verlauf zu Lernverweigerung oder Panikzuständen kommen. Damit wird am Ende genau das Entgegengesetzte vom ursprünglichen Ziel erreicht. Ein solches Kind ist dann nämlich schulisch oft schlechter und erreicht einen niedrigeren Abschluss als ein Kind ohne diese Vorbildung.

Es gibt auch positive Beispiele
Es gibt aber auch Beispiele, in welchen die Ausbildung von kleinen Kindern einen positiven Effekt hat. Dann nämlich, wenn die Ausbildung auf spielerische Art und ohne jede Form von Druck erfolgt, kann ein Kind sehr gut darauf ansprechen. Es ist dabei auch sehr wichtig, dass die individuelle Entwicklung eines Kindes berücksichtigt wird, denn nicht jedes Kind kann gleich behandelt werden. Auch müssen genügen Möglichkeiten zur Ablenkung und Entspannung geboten werden, denn nur so wird sich ein Kind in einer solchen Umgebung, die ja primäre der Ausbildung dient, wohl fühlen.

Am Erfolgreichsten sind Modelle, wo die Ausbildung als reiner Seiteneffekt erfolgt. Hat das Kind zum Beispiel Zugang zu einer englisch sprachigen Person, so kann seine natürliche Kuriosität geweckt werden. Auf diese Art lernt das Kind ohne jeden Druck und das gelernte bleibt sehr gut haften. Auf diese Art und Weise können Kinder, ohne jeden Aufwand ganz einfach eine Fremdsprache meistern.

Oft sprechen sie diese dann fast so gut wie ein Muttersprachler, da es sich um dieselbe Lernmethode handelt, mit der auch die Muttersprache erlernt wird. Dies bietet einen echten Vorteil für das Kind, denn das Erlenen einer Sprache auf muttersprachlichem Niveau ist im fortgeschrittenen Alter nicht oder nur noch mit enormen Aufwand möglich. Und eine weitere Sprache auf muttersprachlichem Niveau ist in jedem Fall ein Vorteil für das Kind.